Rausch


von August Strindberg


Den Rausch hat er 1899 wie atemlos aufs Papier gefetzt, zwei Jahre nach der "Inferno-Krise", einem Gemetzel der Beziehungen, an dem Strindberg fast zerbrach. Er nennt es eine Komödie, doch in ihr drin steckt all das Chaos menschlicher Gefühle, wie aus dem wilden Meer geschöpft mit einem Wasserglas.

Rauschhafter Rausch. Frank Hoffmann lässt Strindbergs Komödie Rausch mit kräftigen Farben sowie tragischen Untertönen aufbrausend durchrauschen.
Peter E. Rytz, Review

Künstlerdrama im Zeitraffer. Für 90 Minuten eröffnen Hoffmann und sein Ensemble eine skurile, überraschend heutige Zwischenwirklichkeit: Keiner Figur scheint klar zu sein, dass das ihr Leben ist, was hier abläuft, und kein lustiges Live-Rollenspiel für Profilneurotiker.
Cornelia Fiedler, Sueddeutsche Zeitung


Den Rausch hat er 1899 wie atemlos aufs Papier gefetzt, zwei Jahre nach der "Inferno-Krise", einem Gemetzel der Beziehungen, an dem Strindberg fast zerbrach. Er nennt es eine Komödie, doch in ihr drin steckt all das Chaos menschlicher Gefühle, wie aus dem wilden Meer geschöpft mit einem Wasserglas.

Endlich der Triumph, sein Stück ein riesiger Erfolg. Das Leben auf einmal ein Fest und der Schriftsteller Maurice sieht sein Dasein mit anderen Augen. Sieht die bildschöne Frau am Arm des Freundes und Begehren in ihren Augen. Sieht die eigene Gefährtin, die ihm ein Kind gezeugt, nur noch als Nutztier, als schmuckloses Wesen. Nach erster Nacht der Leidenschaft wünscht sich Maurice, das Kind wäre tot. Und tot findet man es am gleichen Morgen. Zeter und Mordio. Ein wahrer Kriminialfall setzt an, mit Kommissar und Verbrechersuche.

August StrindbergsRausch, das im Original Verbrechen und Verbrechen heißt, stellt die Fragen nach Schuld und Buße und betrachtet den Menschen im Zustand des Rausches. Ein Novum. Ibsen war dagegen noch ein Fels in der Brandung, der die bürgerliche Welt aus einer klaren moralischen Position angreifen konnte. Strindberg, nur 21 Jahre jünger, schreibt wie aus einer anderen Wirklichkeit - die Moderne bricht an, die festen Ordnungen lösen sich auf, der Mensch muss seine Moral und Identität in sich selbst finden.

An dem Punkt beginnt die hochkarätig besetzte Inszenierung von Intendant Frank Hoffmann, in der Robert Stadlober, der durch den Film Crazy früh seinen Durchbruch erlebte, den Protagonisten Maurice spielt, umgeben von hervorragenden Schauspielern, die Frank Hoffmann seit Jahren begleiten.

Rauschhafter Rausch. Frank Hoffmann lässt Strindbergs Komödie Rausch mit kräftigen Farben sowie tragischen Untertönen aufbrausend durchrauschen.
Peter E. Rytz, Review

Künstlerdrama im Zeitraffer. Für 90 Minuten eröffnen Hoffmann und sein Ensemble eine skurile, überraschend heutige Zwischenwirklichkeit: Keiner Figur scheint klar zu sein, dass das ihr Leben ist, was hier abläuft, und kein lustiges Live-Rollenspiel für Profilneurotiker.
Cornelia Fiedler, Sueddeutsche Zeitung

Regie Frank Hoffmann
Bühne: Christoph Rasche
Kostüme: Jasna Bosnjak
Musik und Toneffekte: René Nuss
Dramaturgie : Ruth Heynen
Regieassistenz : Tom Dockal, Sally Merres

Mit: Sinja Dieks, Maria Gräfe, Wolfram Koch, Jacqueline Macaulay, René Nuss, Christiane Rausch,  Denise Sophie Scholz, Roger Seimetz, Robert Stadlober, Maik Solbach

Eine Coproduktion: Ruhrfestspiele Recklinghausen,Théâtre National du Luxembourg,
Schauspiel Hannover, Deutsches Theater Berlin

Représentations

sa 24 février 2018 20:00
di 25 février 2018 17:00
ve 02 mars 2018 20:00
sa 03 mars 2018 20:00
ma 06 mars 2018 20:00
me 07 mars 2018 20:00

Lieu

Théâtre National du Luxembourg (TNL)
194 ROUTE DE LONGWY
L-1940 LUXEMBOURG
Luxembourg

Tickets
Prix d'entrée

1.00 € Kulturpass
8.00 € jeune de - de 26 ans
20.00 € adulte

Contact

tél: 0035226 44 12 70 22 (Info)
tél: 003524708951 (Billetterie)
www: www.luxembourgticket.lu
www: www.tnl.lu
email: info@tnl.lu (Infos)

Rausch
Birgit Hupfeld