Lenz


von Georg Büchner
Kreation


Der 27jährige Jakob Michael Reinhold Lenz wandert durch die Vogesen auf dem Weg zu Pfarrer Oberlin, der bereit ist, den verwirrten Dichter bei sich aufzunehmen. Hier will Lenz zur Ruhe kommen, Frieden finden, genesen, sein vermeintliches Scheitern vergessen und neue Kraft gewinnen. Aber die Vergangenheit holt ihn ein, die Begegnung mit alten Bekannten, die mahnenden Briefe seines strengen Vaters, alte Schuldgefühle, der Tod eines Kindes vergrößern seine  Angstzustände, seine Orientierungslosigkeit und seine innere Leere.

Georg Büchner schildert in seiner Novelle Lenz beklemmend intensiv den Weg in den Wahnsinn dieses Dichters, der 1792  völlig verarmt auf einer Straße in Moskau tot aufgefunden wurde und der als bedeutendster Vertreter des Sturm und Drang gilt. Büchner selber starb  in Zürich, "24 Jahre alt, aus Mangel an Hoffnung", wie Heiner Müller schreibt.

Frank Feitler bearbeitet und inszeniert den Text für die Bühne. Der Luxemburger Schauspieler Luc Feit spielt Lenz.


Den 20. ging Lenz durch's Gebirg. Die Gipfel und hohen Bergflächen im Schnee, die Täler hinunter graues Gestein, grüne Flächen, Felsen und Tannen. Es war naßkalt, das Wasser rieselte die Felsen hinunter und sprang über den Weg. Die Äste der Tannen hingen schwer herab in die feuchte Luft. Am Himmel zogen graue Wolken, aber Alles so dicht, und dann dampfte der Nebel herauf und strich schwer und feucht durch das Gesträuch, so träg, so plump. Er ging gleichgültig weiter, es lag ihm nicht's am Weg, bald auf- bald abwärts. Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, daß er nicht auf dem Kopf gehn konnte. So beginnt einer der aufregendsten Texte der deutschen Literatur.

Der 27jährige Jakob Michael Reinhold Lenz wandert durch die Vogesen auf dem Weg zu Pfarrer Oberlin, der bereit ist, den verwirrten Dichter bei sich aufzunehmen. Hier will Lenz zur Ruhe kommen, Frieden finden, genesen, sein vermeintliches Scheitern vergessen und neue Kraft gewinnen. Aber die Vergangenheit holt ihn ein, die Begegnung mit alten Bekannten, die mahnenden Briefe seines strengen Vaters, alte Schuldgefühle, der Tod eines Kindes vergrößern seine  Angstzustände, seine Orientierungslosigkeit und seine innere Leere.

Georg Büchner schildert in seiner Novelle Lenz beklemmend intensiv den Weg in den Wahnsinn dieses Dichters, der 1792  völlig verarmt auf einer Straße in Moskau tot aufgefunden wurde und der als bedeutendster Vertreter des Sturm und Drang gilt. Büchner selber starb  in Zürich, "24 Jahre alt, aus Mangel an Hoffnung", wie Heiner Müller schreibt.

Frank Feitler bearbeitet und inszeniert den Text für die Bühne. Der Luxemburger Schauspieler Luc Feit spielt Lenz.

Regie: Frank Feitler
Musik: Steve Kaspar
Regieassistenz: Tom Dockal
Mitarbeit: Sabine Vitua

Mit: Luc Feit

Eine Coproduktion: Théâtre National du Luxembourg, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

Lieu

Théâtre National du Luxembourg (TNL)
194 ROUTE DE LONGWY
L-1940 LUXEMBOURG
Luxembourg

Tickets
Prix d'entrée

8.00 € jeune de - de 26 ans
20.00 € adultes

Contact

tél: 0035226 44 12 70 22 (Info)
tél: 003524708951 (Billetterie)
www: www.luxembourgticket.lu
www: www.tnl.lu
email: info@tnl.lu (Infos)

Luc Feit
Mirjam Knickriem