Kein Licht


PHILIPPE MANOURY
NACH ELFRIEDE JELINEK EIN THINKSPIEL FÜR SCHAUSPIELER, SÄNGER, MUSIKER UND ELEKTRONISCHE MUSIK IN ECHTZEIT
In Deutsch, mit französischer & deutscher Übertitelung
CYCLE CONTEMPORAIN



In ihrem verstörenden Stück Kein Licht hat die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek die Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima verarbeitet. Der Komponist Philippe Manoury und der Regisseur Nicolas Stemann haben daraus ein "Thinkspiel für Schauspieler, Musiker, Sänger und elektronische Musik in Echtzeit" entwickelt. Als Thinkspiel bezeichnet Manoury in Anlehnung an das traditionelle Singspiel "eine neue Form zwischen Theater und Musik".

Zum Einsatz kommt unter anderem elektronische Musik. Eine Kettenreaktion nach dem mathematischen Modell der Markow-Ketten steht symbolisch für die Prozesse, die bei der Kernspaltung ablaufen. Und so wie diese in Fukushima außer Kontrolle geraten, so verwendet Manoury einen Computer, der "ohne jegliche Kontrolle Musik erzeugt". So wird der Computer selbst zu einer Figur im Stück. Eine weitere Technik ist die Sprechmelodie: Die Stimme der Schauspieler wird aufgezeichnet, in Echtzeit auf festen Tönen stabilisiert und von dieser zweiten Stimme überlagert. Bei alledem betont Regisseur Stemann: "Es geht nicht um ein Musiktheater, das abstrakt und akademisch in einer hermetischen Avantgarde-Blase gefangen bleibt!" Das theoretische Konzept soll vielmehr dazu dienen, eine Theaterform zu schaffen, die das Publikum "direkt, unmittelbar und vor allem: konkret" berührt.

Mit Kein Licht setzt das Grand Théâtre seine Kooperation mit dem Ensemble Lucilin fort, welches die Sänger und Schauspieler nicht nur am Grand Théâtre sondern auch bei der Ruhrtriennale, in Paris, beim Festival Musica in Straßburg und am Kroatischen Nationaltheater Zagreb begleiten wird.



Musikalische Leitung Julien Leroy
Inszenierung Nicolas Stemann
Bühnenbild Katrin Nottrodt
Video Claudia Lehmann
Kostüme Marysol del Castillo
Licht Rainer Casper
Elektronische Musik - IRCAM Thomas Goepfer
Dramaturgie Benjamin von Blomberg
Repetitor Christophe Manien 
Regieassistenz  Christèle Ortu 
Übersetzung Ruth Orthmann
Eingerichtet in Deutsch und Französisch Richard Neel Soprano Sarah Maria Sun
Mezzo  Sonja Leutwyler 
Contralto Christina Daletska
Baryton Lionel Peintre
Schauspieler Katharina Schubert, Niels Bormann, Hun Cheeky Karina Laproye (Dog Acting)
Orchester United Instruments of Lucilin Produktion Opéra Comique
Premiere dieser Produktion an der Ruhrtriennale am 25. August 2017
Koproduktion Ruhrtriennale, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Creation National Theatre in Zagreb, Festival Musica de Strasbourg und Opéra National du Rhin, Münchner Kammerspiele, Ircam - Centre Pompidou, United Instruments of Lucilin & 105 individuelle Geldgeber
Ein Auftrag der Opéra Comique Prix Fedora 2016 - Fonds de Création Lyrique - Fonds franco-allemand pour la musique contemporaine / Impuls neue Musik II

Mercredi 22  NOVEMBRE 2017 à 20h00 (tickets)
Jeudi 23  NOVEMBRE 2017 à 20h00 (tickets)
DURÉE environ 2h15 (pas d'entracte)
Introduction à l'opéra par Monsieur Stéphane Gilbart des Amis de l'Opéra une demi-heure avant chaque représentation (en langue française)Adultes 20 / Jeunes 8 / Kulturpass bienvenu Lieu: Grand Théâtre / Studio


Vorstellungen

Do 23 November 2017 20:00 Horaire

Veranstaltungsort

Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg
1 Rond-point Schuman
L-2525 LUXEMBOURG
Luxembourg

Tickets
Kontakt

www: www.theatres.lu/-p-20002594.html

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