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Théâtre du Centaure

 


Das Théâtre du Centaure ist ein privates Theater, das 1973 dank der Initiative von Philippe Noesen gegründet wurde, nach dessen Zeit bei der Comédie Française. Es ist seitdem ohne Unterbrechung in Betrieb und hat bis heute mehr als 160 Theaterstücke geschaffen. Seit 1985 verfügt es über einen Saal mit 50 Sitzen, der in einem wunderschönen Gewölbekeller im historischen Zentrum Luxemburgs („Am Dierfgen“, Grand-Rue Nr. 4) eingerichtet ist.

Das Programm bevorzugt zeitgenössisches Theater, präsentiert dabei aber auch neue Inszenierungen klassischer Stücke. Das Theater produziert jede Saison vier bis fünf Stücke in den drei in Luxemburg gesprochenen Sprachen Französisch, Deutsch und Luxemburgisch, und engagiert häufig Künstlergruppen unterschiedlichster Nationalitäten, womit es stellvertretend für das Theaterleben und den besonders „europäischen“ Schaffensaspekt unseres kleinen Landes ist.

Seit seiner Gründung hat das Théâtre de Centaure stets eine bevorzugte Stellung im kulturellen Leben Luxemburgs eingenommen. Bei ihm lag der Ursprung der Theaterkunst auf kleinen Bühnen im Land. Während jeder Vorstellung wird durch die Vertrautheit des Saals eine Nähe zum Zuschauer aufgebaut und somit für eine besondere Beziehung zu den Schauspielern gesorgt.

Das Théâtre du Centaure arbeitet regelmäßig mit den regionalen Kulturzentren (wie z.B. dem Kulturhaus Niederanven, dem Kulturzentrum „Opderschmelz“ in Dudelange, dem Cube521 in Marnach oder der Kulturfabrik in Esch/Alzette), sowie mit den öffentlichen Theatern des Landes: den städtischen Theatern in Luxemburg-Stadt und Esch/Alzette und mit dem Théâtre National de Luxembourg, zusammen, was ihm auch die Möglichkeit gibt, auf größeren Bühnen zu spielen. Die Produktionen des Théâtre du Centaure sind oft auf Tournee in Frankreich, Belgien oder beim Festival Avignon Off; wie unter anderem auch L’Annonce faite à Marie von Paul Claudel, Oleanna von David Mamet, Ménage von Peter Nadas, Trahisons von Harold Pinter, Les Monologues du Vagin von Eve Ensler, La nuit juste avant les forêts von Koltès und Electre von Sophocle.

 

Quelle: plurio.net