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La Compagnie du Grand Boube

 

 

Nach Beendigung ihres Studiums in Brüssel Anfang der 2000er, bildeten Carole Lorang & Mani Muller bereits ein experimentierfreudiges Künstlerpaar: er im Bereich des Schreibens, der Poesie und der Videokunst, sie im Theaterspiel und der Regie. Aus ihrer Zusammenarbeit mit der Schauspielerin Bach-Lan Lê-Bà Thi entstand so eine Serie aus Theaterprojekten, die sich mit dem Bewusstsein der inneren Welt in einem vorgegebenen Raum beschäftigen. 2004-2005 wurde das Trio durch Peggy Wurth (Kostümbildnerin) und Jérôme Varanfrain (Schauspieler) ergänzt.

Zusammen stark durch ihre Ausbildungen, Erfahrungen und Gemeinsamkeiten, gründeten sie die Compagnie du Grand Boube, die sich vor allem als ein Europäische "Verein" versteht und ihren Wunsch, mit Künstlern verschiedenster Herkünfte und Kulturen zusammen zu arbeiten, in den Vordergrund stellt. Außerdem stellt der Name, der das französische „compagnie“ und das erfundene, an das deutsche Wort „Bube“ angelehnte „Boube“ gegenüberstellt, eine Beziehung zu Luxemburg her: die (Wahl-) Heimat der Compagnie-Mitglieder und Land der undefinierten und provisorischen Kulturen, das zwischen zwei großen, standhaften und einflussreichen Nachbarn liegt.

Keine Kunst paart sich besser mit Luxemburg als das Theater, das, wie man weiß, der Ort der Mehrdeutigkeit und des Provisorischen schlechthin ist: die Bühne schafft und hebt Identitäten auf, der Anschein der Wirklichkeit täuscht und enttäuscht und öffnet damit die Türen zur Erkundung unserer Schattenseiten.

Seit 2007 hat die Compagnie ihren Sitz in Luxemburg, wo sie vor allem mit dem Grand Théâtre und den CarréRotondes zusammenarbeitet und dabei weiterhin Projekte mit ihren Partnern in Frankreich und Belgien gestaltet.

Der Name der Compagnie ist eine Anspielung zum Einen auf die Kindheit, von der einerseits die Wurzeln des Schaffens, andererseits die des persönlichen und kollektiven Unterbewusstseins herführen; zum Anderen auf den schelmischen Humor in Verbindung mit der „Unreife“, ein von dem Autor Witold Gombrowicz geprägter Begriff.

 

Quelle: plurio.net