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Théâtre municipal d'Esch/Alzette

 


Am 26. Mai 1962 hatten die Stadtbezirksverwalter und Joseph Wampach, Intendant des Theaters Esch, das Vergnügen, ihre königliche Hoheit die Großherzogin Charlotte und den Prinzen von Luxemburg, den Premierminister Pierre Werner und zahlreiche Gäste von Rang zur Einweihung des neu erbauten Theaters zu empfangen. Im Laufe der Jahre sollte diese neue kulturelle Hochburg im Zentrum des Eisenerzabbaus tausende und abertausende Zuschauer aus Luxemburg, aber auch aus Frankreich, Belgien und Deutschland aufnehmen ... Als Stadt am Dreiländereck stellte Esch-sur-Alzette so seine grenzüberschreitende und multikulturelle Ausrichtung unter Beweis, während das Qualitätsprogramm seines Kulturhauses nicht aufhörte sich zu erweitern, besonders unter dem dynamischen Antrieb seines zweiten Intendanten, Guy Wagner, der starke Musikspielzeiten und hervorragende Ausstellungen, sowie eine gewisse Anzahl an Theaterinszenierungen präsentierte.

Nachdem er das Erbe im Jahre 1992 angetreten hatte, legte Philippe Noesen, der dritte Intendant, besonderen Wert auf Theaterinszenierungen und vervielfachte somit die Produktionen und Koproduktionen. Von März 1996 bis Februar 1997 schloss das Theater seine Türen aufgrund von wichtigen Renovierungsarbeiten an seinem Theatersaal und seinen Foyers. Das Erdgeschoss war von nun an mit Sitzgelegenheiten ausgestattet und nach transparenten Kriterien umgestaltet worden: Öffnung nach Außen dank zahlreicher Türen und großer Glasfenster, und eine vertikal ausgerichtete Öffnung, um den Austausch zwischen den Besuchern anderer Etagen zu ermöglichen. Unter der Leitung seines vierten Intendanten, Charles Muller, wurde eine weitere Renovierung im Theater Esch abgeschlossen: die Bühne, die Logen und die Verwaltung entsprachen von nun an den internationalen Normen. Nach zwei Saisons im Zelt anstelle der Vorführungen in Esch/Lallange öffnete das Theater am 8. Januar 2011 wieder seine Türen. Das Theater führte seine grenzübergreifende und bald auch universitäre Ausrichtung weiter, ständig in dem Streben nach einem immer professionelleren Niveau, wobei es außerdem sehr gute Beziehungen mit hochqualifizierten ausländischen Theatern unterhielt.

Aufseiten der großen Bühne zählt der Saal 517 nummerierte Sitzplätze und dank des Kartenabonnements kann das Publikum seine Tickets aus dem kompletten Programm auswählen: Theatervorstellungen in mehreren Sprachen, Tanzvorführungen, Opern, Operetten, Konzerte, Variétévorstellungen, etc.

Der kleine Theatersaal, der bis zu 100 Personen unterbringen kann, ist jetzt besser auf Vorstellungen im persönlichen Rahmen, literarische und poetische Abende, Cafétheater und Jazzkonzerte zugeschnitten. Des weiteren gibt es dort das Restaurant Allegro by favaro, das dem Publikum Essen und Getränke anbietet. Die zweite Etage des Theaters wird ebenfalls zu Vorführungszwecken, von Kunst- und thematischen Ausstellungen, verwendet, besonders in der „Galerie d’Art“. Diese Galerie versteht sich als Ort der Begegnung, der Konfrontation und des regen Austausches innerhalb der Bildhauerkunst, und das nicht nur für das Großherzogtum, sondern auch für die Großregion.

Die Theatersaison (einschließlich der Saison der Galerie d’Art) beginnt Ende September und endet Ende Juni des darauffolgenden Jahres.

 

Quelle: plurio.net