Cube 521
Karl Valentin
Ein Abend mit Humor, schrill, schräg, schön, brillant und grotesk zugleich.
Mit größter Hartnäckigkeit und frechem Mundwerk schafft es der unbegabteste Musiker des kleinen Vorstadtorchesters immer wieder, die Probe zu stören: Er braucht nicht „so viele Noten“, findet „wer übt, hats nötig“ und übersetzt „Philharmonie“ mit „jeder spielt was anderes“.
Nach endlosen, zwerchfellerschütternden Verrenkungen spielt er endlich seinen Ton (natürlich den falschen), verpasst den nächsten Einsatz und resigniert „die hol ich eh nicht mehr ein.“ In der haarsträubenden, zeitlosen Komödie gibt „Valentin“ nacheinander den Trompeter, Violinisten und Schlagzeuger. Ständig unterbricht und provoziert der „schlechte Musiker“ den Vorstadtkapellmeister („Karlstadt“), indem er ihn in belanglose Diskussionen verwickelt. Das Ganze gipfelt in den hochphilosophischen Diskurs über den Zufall. In der Zwischenzeit gibt das „Orchester“ unsägliche Kostproben mit mal schwungvoller und mal skurriler Musik ab. Es erklingen „originelle“ Arrangements bekannter Ouvertüren von Mozart, Strauß, Rossini, von Suppé und anderen. Zunehmend wird jede Valentinsche Entgleisung auch als Erlösung von der „Katzenmusik“ begriffen. Wie immer bleibt Valentin stur und lässt mit der typischen Bockigkeit gegenüber der Obrigkeit keinen Konsens zu.
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| Sat | 19 Jun 2010 | 20:00 |
Normalpreis: Entrée libre
Ermässigter Preis: Entrée libre
Musikauswahl Christian von der Au Zusatztexte Karl-Heinz Hummel Produktion ValentinKarlstadt Theater München, MünchenMusik